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Projekt : Kraft schöpfen aus Tagen voller Musik

vom 16. Juli 2014

Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

In Bordesholm treffen sich 60 Musiker aus der Region zum Musizieren / Programm im Zeichen des Friedens wird am Wochenende präsentiert

 

Zwei von insgesamt 70 Teilnehmern der Sommerlichen Musiktage Bordesholm: Meike Roggenkamp und Ulla Engel freuen sich auf die intensiven Tage im Zeichen der Musik.

Der Frieden wird in den Werken besungen, die auf dem Programm der dritten Sommerlichen Musiktage in Bordesholm stehen. 60 Sänger und Instrumentalisten aus dem Norden proben dafür seit gestern, darunter auch Meike Roggenkamp (Geige) und Christoph Mohr (Cello) aus Gettorf sowie Ulla Engel aus Eckernförde.

„Es ist wie früher, wie in Studententagen“, sagt Ulla Engel, die sich wie Meike Roggenkamp schon seit Wochen auf die Musiktage im Gemeindehaus auf der Klosterinsel Bordesholm freut. „Zumindest fühlt man sich dann wieder so“, fügt die Gettorferin hinzu und lacht. Von morgens bis abends wird gemeinsam geprobt, was Norburg Najok und Rüdiger Hausen seit Dezember ausgewählt haben. Zwischendurch ist immer Gelegenheit für eine halbe Stunde Einzelunterricht wie zum Beispiel zur Stimmbildung bei Anne-Kristin Blöß. „Sie ist Musiklehrerin und singt viel solistisch“, sagt Ulla Engel. „Sie ist uns als Chor weit voraus und kann uns viel mitgeben.“

Die Stimmung unter den Teilnehmern beschreiben die beiden Frauen als „irgendwie euphorisch“. Das gemeinsame Erleben von Musik verbinde, und obwohl sich die meisten der Teilnehmer einmal im Monat zur Probe des Reger-Chors in Bordesholm treffen, freue sich jeder auf die Begegnung in diesen Tagen. „Wenn ich singe, sind die Gedanken gebändigt. Einzutauchen in den harmonischen Klang und Teil des Gesamten zu sein, das entsteht, macht Freude“, schwärmt Ulla Engel. Anders als beim Sport gewinne nicht einer – ein gutes Ergebnis gebe es nur, wenn jeder einzelne seinen Beitrag dazu leiste und sich vom Dirigenten gestalten lasse, erklärt Meike Roggenkamp.

Krönender Abschluss der Sommerlichen Musiktage sind jedes Mal zwei Konzerte – eines in der Klosterkirche Bordesholm, ein weiteres in der Gettorfer St.-Jürgen-Kirche. „So haben wir ein Ziel, auf das wir hinarbeiten“, sagt Meike Roggenkamp. Ohne die Konzerte würde der Biss fehlen, schätzt Ulla Engel. „Würde man nur für sich singen – es gäbe nicht die große positive Spannung, die bei den Konzerten entsteht“, so die Eckernförderin weiter. Die bleibe auch dem Publikum nicht verborgen. „Unsere Begeisterung kommt rüber, das hören wir immer wieder. Wir sind ein Laienchor, aber einer, der sich nicht verstecken muss“, meint Engel.

Neben der Musik schweißt das gute Essen – zubereitet von der „Seele des Chors“, Nils Claussen – die Gruppe zusammen, zu der immer noch einige der ehemaligen Lehramtsstudierenden der Musik-AG an der Pädagogischen Hochschule Kiel gehören, die 1976 den Reger-Chor gründeten. Aber auch viele, die nicht Lehrer sind, sind mittlerweile dazugestoßen – die Altersspanne reicht von 50 bis über 70 Jahre.

Wenn der Applaus zum zweiten Konzert verhallt, trennen sich die Wege der Musiker wieder. „Man geht erfüllt nach Hause“, beschreibt Ulla Engel. „Und mit Ohrwürmern im Kopf für die nächsten paar Tage hat man Lust weiterzumachen“, fügt Meike Roggenkamp hinzu.

Wer das Programm mit dem Thema „Donna nobis pacem“ hören möchte, hat dazu am Sonnabend, 19. Juli, um 20 Uhr in der St.-Jürgen-Kirche Gettorf sowie am Sonntag, 20. Juli, um 17 Uhr in der Klosterkirche Bordesholm Gelegenheit. Nordisch-baltische Akzente setzen die Kantaten der Barockkomponisten Nikolaus Bruhns und Jakob Weckmann sowie Motetten von Johannes Brahms und Kompositionen von Peteris Vasks aus Lettland aus dem Jahr 1996/97. Instrumentalwerke von Johann Heinrich Schmelzer und Johann Sebastian Bach ergänzen die Auswahl der Stücke, die in ganz unterschiedlichen Nuancen das Thema Frieden zum Ausdruck bringen – als menschlicher Wunsch nach innerem und persönlichem Frieden in Leben und Tod, als christliches Gebet in der Glaubensgewissheit, als romantische Sehnsucht und immer wieder unausgesprochen als Hoffnung auf politischen Frieden, skizziert Dirigent Hauser.

 


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